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Wandbild „Nünichlingler“
Zuerst wurde der „Nünichlingler“ von Hand überschmiedet. Danach wurden die Konturen mit Hammer und Meisel eingekerbt. Zuletzt mit entsprechenden Farben bemalt. Das Wandbild ist 66 cm Hoch, 18 cm Breit und es wiegt 3,5 kg. „Nünichlingle“ ein alter Winterlärmbrauch in Ziefen Der „Nünichlingler“ Umzug ist ein alter Winterlärmbrauch im Fünflibertal. Der genaue Ursprung ist nicht bekannt, man weiss aber, dass er im 18. Jh. schon begangen wurde. Es ist ein spiritueller Umzug. Jedes Jahr am Heilig Abend (24. Dezember) beginnt der Umzug um neun Uhr Abends. Der so genannte Besenmann führt den Umzug an. Ihm folgen die Männer mit dunklen Kleidern, tosendem Glockengeläute und hohen Zylindern. Alle Lampen im Dorf sind abgeschalten, so dass es stock dunkel ist. Eine unheimliche Stimmung zieht jetzt während gut ¾ Stunden durchs Dorf. Was wird mit diesem Brauchtum dargestellt? Da der Beginn des Umzuges auf einer Anhöhe beginnt, wird dargestellt wie der Liebe Gott hinab steigt ins Dorf, das Dorf reinigt und dann wieder aufsteigt in den Himmel, denn das Ende der Kirchgasse ist wieder auf einer Anhöhe. Zum einen ist da der Besenmann, der ganz klar als Gott (alter Mann mit weisem langem Bart) dargestellt wird. Der Besen ist bei den Kaminfegern ein Symbol der Reinigung. Glockengeläute hat die Eigenschaft schlechte oder negative Energien zu zerschmettern und zu vernichten. Die hohen Zylinderröhren, die die vorderen Männer tragen entstammen dem Ego und haben eigentlich nicht mit dem Brauchtum zu tun. Wer in der vordersten Reihe sein will muss den höchsten Zylinder haben. Mehr Infos und Fotos zu diesem schweizweit einzigartigen Brauchtum gibt es auf www.fuenflibertal-tourismus.ch zu sehen. |